Die Behandlung mit Hylase (Hyaluronidase) dient dazu, bereits injizierte Hyaluron-Filler gezielt und schonend wieder aufzulösen. Sie kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn das Ergebnis einer Unterspritzung nicht den gewünschten Vorstellungen entspricht oder medizinische beziehungsweise ästhetische Korrekturen notwendig sind.
Häufige Gründe für eine Behandlung mit Hylase sind unerwünschte Ergebnisse nach einer Fillerbehandlung, Überkorrekturen, asymmetrische Resultate oder eine unnatürliche Optik. Auch bei Knubbelbildung, verhärteten Arealen oder sichtbaren Unebenheiten kann Hyaluronidase eingesetzt werden, um das Gewebe wieder zu harmonisieren und ein gleichmäßigeres Erscheinungsbild zu erzielen.
Darüber hinaus spielt Hylase auch bei möglichen Komplikationen eine wichtige Rolle. Dazu gehören beispielsweise Migrationen des Fillers, bei denen sich das Hyaluron unerwünscht in umliegendes Gewebe verlagert, oder Lymphstaus, die zu anhaltenden Schwellungen führen können. Ebenso kann Hyaluronidase unterstützend bei entzündlichen Reaktionen oder Infektionen im Zusammenhang mit Hyaluron-Fillern angewendet werden.
In seltenen Fällen kann es nach einer Fillerbehandlung zu einem Gefäßverschluss kommen. Hierbei handelt es sich um eine medizinische Komplikation, die eine schnelle und fachgerechte Behandlung erfordert. Durch den gezielten Einsatz von Hylase kann das Hyaluron rasch aufgelöst werden, um die Durchblutung des betroffenen Gewebes wiederherzustellen und Folgeschäden zu vermeiden.
Die Behandlung erfolgt individuell abgestimmt und mit besonderem Augenmerk auf Sicherheit, Natürlichkeit und Ästhetik. Vor jeder Anwendung findet eine ausführliche Beratung sowie eine genaue Beurteilung der Ausgangssituation statt. Ziel ist es, unerwünschte Ergebnisse zu korrigieren, Beschwerden zu lindern und das natürliche Erscheinungsbild wiederherzustellen. Die Behandlung ist in der Regel gut verträglich und meist mit nur geringen Ausfallzeiten verbunden.